Runder Tisch gefordert

01/2015

Die Kreisverwaltung soll umgehend einen runden Tisch zur Flüchtlingshilfe einrichten. Einen entsprechenden Antrag stellt legt die SPD-Fraktion im Kreistag. Neben dem Integrationsbeirat sollen alle hauptamtlichen und ehrenamtlichen Akteure, die mit der Thematik der Flüchtlinge und Asylbewerber befasst sind, mit am Tisch sitzen, erklärt SPD-Fraktionssprecher Carsten Pörksen. Die SPD will so eine Willkommenskultur mit einer hauptamtlichen Koordination im Kreis schaffen, um den Kommunen bei ihrer Aufgabe zu helfen, ehrenamtliche Strukturen zu stärken und einen zentralen Ansprechpartner für Flüchtlingsangelegenheiten zu etablieren. Kommunen und Institutionen bräuchten bei Unterbringung und Betreuung handfeste Unterstützung, sagt Pörksen - und die Flüchtlinge bräuchten die Gewissheit, willkommen zu sein. Es sollen konkrete ganz praktische Ergebnisse für die Arbeit hier im Kreis her. Dabei gehe es um alltägliche Fragen wie die Kosten für einen Sprachkurs oder die Unterbringung der Mädchen und Jungen in Kindertagesstätten. Im Kreis Bad Kreuznach sind derzeit rund 400 Flüchtlinge und Asylbewerber in den Kommunen untergebracht, weitere 600 werden erwartet. Vielerorts gebe es bereits Hilfe, die gebündelt und koordiniert werden müsse. Deshalb sei die Einrichtung von Koordinatoren beim Kreis auch für die Flüchtlinge selbst wichtig. Die Mitmenschlichkeit
gebietet es, auf die Flüchtlinge zuzugehen, ihnen unsere Hand zu reichen und unsere Solidarität anzubieten. Daher sollen Bürgermeister der Verbandsgemeinden und der Städte Kirn und Bad Kreuznach, der Arbeitskreis Asyl, die Kirchen, die Integrationsbeauftragten, den Beirat für Migration und Integration, Flüchtlingsinitiativen in den Gemeinden und Einzelpersonen sowie muslimische Verbände zum runden Tisch eingeladen werden. Die Kreisverwaltung soll mit Sozialamt, Jugendamt, Ausländerbehörde und der Zentralabteilung am Tisch sitzen.