Meinung: CDU und die Hunsrückbahn

02/2015

Wie bereits vor einigen Jahren versucht die CDU in der Verbandsgemeinde erneut aus den Protesten gegen die Reaktivierung der Hunsrückbahn politisches Kapital für sich zu gewinnen. Nicht nur, dass sie ein fragwürdiges Flugblatt veröffentlicht hat, bei dem die Bürger nur mit ja oder nein abstimmen und keine differenzierte Meinung kund tun können, ruft sie jetzt zu einer „Demonstration“ auf, um den durch die Schrankenschließungen entstehenden Verkehrstaus zu „demonstrieren“. Man fragt sich da schon, was das soll? Staus entstehen immer bei geschlossenen Schranken. Das wusste man vorher. Das musste nicht mehr vorgeführt werden. Damit konnten somit auch nicht neue Argumente gegen die Bahn gewonnen werden. Und, ob es jetzt aus diesem noch mehr Einsprüche gegen das Planfeststellungsverfahren gibt, spielt auch keine Rolle. Wenn ein bestimmter Ablehnungsgrund einmal genannt wird, wird er behandelt und nicht bei jedem wiederholt. Wer an der Straße/Bahn wohnt und dagegen ist, hat sowieso Einspruch eingelegt. Und wenn nicht dort wohnende Autofahrer mal warten müssen, ist dies kein Einspruchsgrund. Nein, hier stehen nicht die Interessen der Bürger im Vordergrund, sondern man kocht nur ein eigenes „politisches Süppchen“. Bezeichnend ist übrigens auch, dass die CDU-Parteifreunde in Stromberg für die Hunsrückbahn sind und auch der Langenlonsheimer Gemeinderat keine Einwände hat.