Zur Hunsrückbahnberichterstattung (Teil 1)

03/2015

Zwar ist die bisher veröffentlichte Berichterstattung zu den Sitzungen des Windesheimer Ortsgemeinderates und des Verbandsgemeinderates über die Diskussion zum Planfeststellungsverfahren der Hunsrückbahn korrekt. Das trifft allerdings teilweise nicht auf das zu, was da behauptet und gesagt wurde. So ist es keineswegs so, dass sich in einer „Umfrage“ „97% der Windesheimer Bürger“ gegen die Reaktivierung in der vorgesehenen Form ausgesprochen hätten. Eine Umfrage im verwertbaren Sinn hat nicht stattgefunden. Vielmehr war auf einem von der CDU verteilten Flugblatt, mit dem und der von der CDU initiierten Sperrung der Bahnübergänge im Übrigen die bisher gemeinsame sachbezogene Linie verlassen wurde, nur die Möglichkeit gegeben, für oder gegen die Reaktivierung der Bahn zu stimmen. Nach Angaben der Windesheimer CDU-Vorsitzenden und Mitinitiatorin der Aktion kam in Windesheim noch nicht einmal ein Drittel der Flugblätter in den Rücklauf. Dass davon fast alle dagegen gewesen sein sollen, überrascht nicht, da bei so etwas in der Regel sich vorwiegend die Neinsager melden. Dazu kommt, dass die Menschen angeblicher stark übertriebender negative Folgen der Bahn verunsichert wurden. Tatsächlich ist es aber so, dass viele Windesheimer die Bahn begrüßen, weil sie darin erhebliche Chancen für den Ort sehen. Auch der Vergleich mit Stuttgart 21 ist völlig übertrieben, da es dort um ganz andere Dimensionen ging. Die vielfach behauptete Lärmbelastung bleibt weit hinter den behaupteten hohen Werten zurück. Gleiches gilt für die tatsächliche Anzahl der Züge. Von Güterverkehr in nennenswertem Umfang und gar bei Nacht kann keine Rede sein. Gleiches gilt für die genannte hohe Zuggeschwindigkeit.