Neue Trasse soll Bahnlärm reduzieren

03/2015

Das Bundesverkehrsministerium hat am Freitag die Ergebnisse der „Korridorstudie Mittelrhein“ vorgestellt, die zu dem Ergebnis kommt, dass Entlastungsstrecken zum Mittelrheintal ausgebaut werden sollen. Konkret sehen die Gutachter zwei Wege, um das unter dem Güterverkehr leidende Tal zu entlasten: Einerseits könnte mittelfristig ein Teil des Verkehrs über die noch auszubauende rechtsrheinische Rhein/Ruhr-Sieg-Achse von Hagen/Köln über Siegen Richtung Hanau rollen. Dies nützt laut den Experten vor allem Betreibern, die Züge von den Nordseehäfen nach Bayern, Österreich und Italien fahren lassen, da die Laufwege gegenüber der Rheinstrecke kürzer werden. Andererseits schlagen die Gutachter dem Bund den Neubau einer ebenfalls rechtsrheinischen Güterverkehrsstrecke zwischen Troisdorf und Mainz-Bischofsheim vor, um das Rheintal von verbleibenden Güterzügen zu entlasten. Auch damit zeigt sich, dass eine Güterverkehrsbahnstrecke durch den Hunsrück ein reines „Hirngespinst“ ist.