SPD weist Kritik zurück

03/2015

Die Kritik des Rechnungshofes wegen angeblich zu hoher Tagessätze für die Behindertenwerkstätten weisen sowohl die SPD als auch die Verantwortlichen für diese Einrichtungen zurück. Es fließe nicht zu viel Geld aus öffentlicher Hand an die Einrichtungen. Der Grad der erforderlichen Betreuung sei von Person zu Person unterschiedlich und werde für jeden individuell ermittelt. Dabei sei vor Jahren schon der Schlüssel von 1:30 bei Gruppenhelfern bundesweit festgelegt worden, der nunmehr zu massiver Kritik führe. Diese Gruppenhelfer würden aber für eine gute Betreuung dringend benötigt. Die Förderung der Behinderteneinrichtungen in Rheinland-Pfalz ist vorbildlich. Völlig ausgeblendet hat der Rechnungshof, dass die in den Werkstätten Beschäftigten immer älter werden, weil sie sich dort gut aufgehoben fühlen und einer sinnvollen Tätigkeit nachgehen können, statt zu Hause zu bleiben. Dadurch steigt zwar der Betreuungsbedarf im Einzelfall, die aufzubringenden Kosten wären aber nicht geringer, wenn tagesstrukturierende Maßnahmen in den Wohnheimen und Wohnungen durchgeführt würden. Echte Teilhabe findet eben in den Werkstätten statt.