Gemeindeschwester kommt.

03/2015

Rheinland-Pfalz will die gute alte Gemeindeschwester in veränderter Form wieder aufleben lassen. Pläne für ein entsprechendes Pilotprojekt mit wissenschaftlicher Begleitung legten am Freitag Ministerpräsidentin Malu
Dreyer und Sozial- und Demografieministerin Sabine Bätzing- Lichtenthäler (beide SPD) vor. „Es fehlt der Kümmerer oder die Kümmererin, die nicht zur Pflege kommt, sondern einfach mal, um zu schauen, was bei Hochbetagten nötig ist“, erläutert Dreyer. Diese Lücke gelte es zu schließen. Immer wieder habe sie bei ihren Begegnungen mit Senioren im Land gehört: „Ach damals, als es noch die Gemeindeschwester gab ...“, berichtet Dreyer. Manche Funktion hätte später die Sozialstationen übernommen, andere schließlich die ambulanten Dienste. Für jene Hochbetagten, die keine Pflege nötig und keinen Anspruch auf entsprechende Dienstleistungen hätten, sei jedoch ein wichtiger Ansprechpartner weggefallen. Kümmern – vor allem auch im präventiven Sinne – das sei die Aufgabe der Gemeindeschwester plus.