SPD ist gegen Ausbluten von Arbeitsplätzen

05/2015

Eine weitere Ausblutung des zentralen Telekom-Standorts Bad Kreuznach befürchten die in der SPD-Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) organisierten SPD-Mitglieder sowie der AfA-Kreisvorsitzende und designierte SPD-Wahlkreiskandidat Michael Simon. Wieder einmal sollen Arbeitsplätze der Telekom von Bad Kreuznach verlagert werden, diesmal nach Mainz. Dies bedeute eine Schwächung des Standorts, der politisch begegnet werden müsse. Die SPD-Arbeitnehmer und Michael Simon erinnern daran, dass Bad Kreuznach einmal der Sitz eines Fernmeldeamtes mit mehr als 1500 Beschäftigten war. In der Folge von Privatisierung, Zentralisierungen und Ausgliederungen von Unternehmensteilen seien mehr als 1300 Stellen abgebaut oder verlagert worden, etwa nach Mainz, Darmstadt und Eschborn. Damit seien enorme negative soziale Folgen für die Arbeitnehmer und ihre Familien verbunden gewesen. Die sozialdemokratischen Arbeitnehmer protestieren gegen die weitere Verlagerung von Arbeitsplätzen in Ballungszentren und zulasten des regionalen Raumes und gegen die hier betriebene Unternehmenspolitik der Telekom. Den betroffenen Beschäftigten würden damit bedeutend mehr Fahrtzeiten und Fahrtkosten zugemutet. Diese hätten heute teilweise schon Anfahrtswege zu bewältigen, die kaum noch zumutbar seien. Das Maß sei mehr als voll, heißt es bei der AfA, die deutlich macht, dass eine Unternehmensführung neben dem legitimen Gewinnstreben auch eine soziale Verantwortung für die Beschäftigten habe. Man stehe solidarisch an der Seite der für den Erhalt der Arbeitsplätze in Bad Kreuznach kämpfenden Gewerkschaft Verdi und der betroffenen Arbeitnehmer.