Bürger wollen gebührenfreie Kitas

09/2015

Das von der CSU beworbene und umkämpfte Betreuungsgeld stößt bei den meisten Bürgern auf klare Ablehnung. Das hat das neue Bildungsbarometer des Münchner Ifo-Instituts ergeben. Demnach sprechen sich 57 Prozent der Deutschen gegen ein Betreuungsgeld für Eltern aus, die ihr Kind im Alter von zwei bis drei Jahren nicht in einer Krippe oder Kindertagesstätte anmelden. Lediglich 33 Prozent wären für eine solche bundesweite Regelung, die nun jedoch vom Bundesverfassungsgericht kassiert wurde. Dagegen wünschen sich 77 Prozent der Befragten, dass der Staat die Kosten für Kindergärten übernimmt und alle Kinder ab vier Jahren gebührenfrei betreut werden. Bisher müssen Eltern in der Regel einen Teil der Kosten selbst übernehmen. Auch um das Personal in den Kindertagesstätten machen sich Eltern Gedanken. Dabei sind 86 Prozent der Befragten auch für bundesweite Qualitätsstandards in den Kitas bei der Gruppengröße und bei der Ausbildung der Erzieherinnen. Geht es nach dem Willen der Befragten, sollten Erzieherinnen aber auch deutlich mehr verdienen. 79 Prozent der Deutschen sind dafür. 69 Prozent sind es noch, wenn ihnen das aktuelle Durchschnittsgehalt einer Erzieherin von etwa 1600 Euro pro Monat bekannt ist. Dass eine Erzieherin ein Hochschulstudium absolviert haben muss, findet hingegen nur eine Minderheit von 30 Prozent.