Bauen für den sozialen Frieden

01/2016

Hannelore Kraft, die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin war auf SPD-Wahlkampftour bei der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Gewobau. Denn der soziale Wohnungsbau, das war und ist eine der Domänen der Sozialdemokraten, deren Einfluss in Deutschland weitgehend verhindert hat, dass sich sozial explosive Ghettos wie in den französischen Vorstädten entwickeln konnten. Die Diskussion bei der Gewobau gestaltete sich in der auch parteilich gemischten Runde munter, zumal Vertreter anderer Sozialbauträger eingeladen waren. Einig war man sich über Parteigrenzen hinweg, dass es ohne eine öffentliche Komponente im Wohnungsbau nicht gehen wird. Denis Alt, der SPD-Landtagsabgeordnete aus Bad Sobernheim, wies darauf hin, dass man in Mainz reagiert habe, und zwar auch parteienübergreifend. Im Jahr 2016 soll der Bau von 4200 neuen Wohnungen staatlich gefördert werden, das sei drei Mal so viel wie in den Vorjahren. Davon rede man auch nicht nur, die Mittel seien im Haushalt des Landes eingestellt.