Bürgermeister Frey über Michael Simon

02/2016

Ihrem Artikel über den sozialdemokratischen Kandidaten Michael Simon, dieser habe nichts zu verlieren und könne nur an Erfahrung gewinnen. Unabhängig davon, dass ich diese Einschätzung etwas verkürzt finde, wo wären wir denn, wenn Politiker nicht Politik vor dem Hintergrund von Erfahrungen - ja auch neuer Erfahrungen - machen würden? Dies gehört nun mal auch dazu. Und im Übrigen, politisch unerfahren ist Michael Simon nun wirklich nicht. Ich kenne ihn schon seit vielen Jahren. Ich traue ihm sehr viel zu, nicht nur ein gutes Ergebnis, sondern tatsächlich auch den Gewinn des Wahlkreises Bad Kreuznach. Und dies wäre wirklich ein Segen für unsere Region, denn er ist vor Ort präsent und nahe bei den Menschen. Frau Klöckner versteht es zwar, sich zu inszenieren und ihre vermeintliche „Omnipräsenz" so zu verkaufen, als würde sie immer für den Wahlkreis unterwegs sein. Keine Frage, in Sachen Eigenvermarktung ist sie wirklich gut, fast unschlagbar. Nur was hat sie denn tatsächlich bewegt? Wenn wir uns den Wahlkreis ansehen, dann konnte sich dieser unter anderem nur deshalb so gut entwickeln, weil der langjährige Landtagsab-geordnete Carsten Pörksen den guten Kontakt in die Ministerien und Verwaltungen pflegte und nutzte. Frau Klöckner hat hier dagegen genug Porzellan zerschlagen und Parteipolitik und die Eigenprofilierung vor alles andere gestellt. Da kann sie noch so sehr versuchen, ein anderes Bild in der Öffentlichkeit von sich zu malen, ich komme leider zu diesem Ergebnis. Michael Simon sitzt zwar nicht in jeder Talkshow und drängt sich und Bürger im Wahlkreis Bad Kreuznach die Wahl. Ich hoffe, sie entscheiden sich nach einer guten Abwägung für eine Politik, die weniger auf Blitzlichter setzt, sondern ganz uneigennützig auf das Kümmern um die Probleme der Menschen.