Im Ton daneben gegriffen

02/2016

Während angesichts des schrecklichen Bahnunglücks in Bayern dort alle sogenannten Aschermittwochsveranstaltungen abgesagt wurden, die Kanzlerin ebenfalls darauf verzichtete und auch die SPD-Kundgebung in Mainz abgesagt wurde, kümmerte dies die CDU in Rheinland-Pfalz wenig. Angeblich, weil es so viele Anmeldungen gab – bei der SPD hatten sich auch viele Menschen angemeldet – konnte die Landesvorsitzende Klöckner das Treffen in Ingelheim nicht absagen. Wenigstens im Ton gaben sich die Christdemokraten dort etwas gemäßigter. Anders dagegen beim Aschermittwoch in Guldental! Dort zog der abgewählte Ortsbürgermeister wieder alle Register, schimpfte auf alles, was ihm nicht passte und scheute dabei auch wieder vor Unwahrheiten nicht zurück. Erneut warf er nämlich der Landesregierung vor, mit dem Regionalen Raumordnungsplan massiv in die Planungshoheit der Kommunen einzugreifen. Dabei wusste er genau, dass hierfür die Planungsgemeinschaft Rheinhessen-Nahe verantwortlich ist, der sowohl Landrat Diehl als auch der CDU-Verbandsgemeindevorsitzende Schmitt angehörten. Bedenklich aber auch, dass die beiden letzten genannten und in Guldental anwesenden Personen Lorsbach insoweit nicht widersprachen.