SCHREIBEN NACH GEHÖR - DIE FAKTEN -

02/2016

Die CDU führt beim Thema „Schreiben nach Gehör" eine Phantomdebatte. Sie tut so, als würden Schülerinnen und Schüler in Rheinland-Pfalz nicht ordentlich schreiben lernen. So „zierte“ der CDU-Kasten neben dem Windesheimer Rathaus auch wochenlang ein entsprechendes primitives Plakat. Das wird der professionellen und engagierten Arbeit unserer Lehrerinnen und Lehrer nicht gerecht. Richtig ist: an allen Grundschulen ist normgerechtes Schreiben, d. h. Schreiben nach Rechtschreibregeln, das verbindliche Lernziel, im Einklang mit den Beschlüssen der Kultusministerkonferenz. „Schreiben nach Gehör" bedeutet, dass Kinder Wörter und Texte in der 1. und 2. Klasse zunächst mal so schreiben dürfen, wie sie es gehört haben. Das bezeichnet man als lautorientiertes Schreiben. Anders als die CDU behauptet, wird aber nur in 16 von 969 Grundschulen zunächst ausschließlich so gearbeitet. An den allermeisten Grundschulen steht das Schreiben nach Rechtschreibregeln von An¬fang an im Vordergrund. Deshalb kommt an 836 Grundschulen ab der 1. Klasse eine Fibel zum Einsatz. Gute Leistungen in Ländervergleichen und ein hervorragendes Ab¬schneiden rheinland-pfälzischer Schülerinnen und Schüler in bundesweiten Wettbewerben belegen die hohe Qualität unseres Bildungs¬systems.