Ärger um SPD-Flyer

03/2016

Lächerlich“, so lautet die Überschrift über den Leserbrief des Herrn Ruhl, eines führenden CDU-Mitglieds und CDU-Funktionsträgers in Windesheim und der Verbandsgemeinde Langenlonsheim. Doch „lächerlich“ ist genau das, wie man die ganze Angelegenheit bezeichnen muss, allerdings nicht in dem Sinne, wie es CDU-Mann Ruhl meint. Was ist denn passiert? Es fanden sich SPD-Flyer beim Gemeindebüro der Guldentaler Ortsbürgermeisterin. Elke Demele sagt, weder sie noch jemand von der SPD habe das Material dort platziert und gesehen habe sie das auch nicht. Ihr das Gegenteil jetzt zu unterstellen, wie es Herr Ruhl ja wohl tut, ist eine durch nichts belegte Diffamierung von Elke Demele. Denn, wer glaubt denn, dass sie sich zum Einen der Gefahr ausgesetzt hätte, sich durch Tolerierung oder Auslegung der Flyer politisch angreifbar zu machen und zum anderen, welche positive Wirkung für das Guldentaler Wahlergebnis soll man sich seitens der SPD angesichts der Fülle des sonst von allen Gruppierungen verteilten Materials ausgerechnet mit der Auslage dieser Schriftstücke erhofft haben? Lächerlich! Also muss erst einmal offen bleiben, wer der „Täter“ ist. Das ist der eine Punkt! Noch viel lächerlicher ist allerdings die Reaktion einiger Personen, nachdem die Flyer entdeckt wurden. Anstatt, wie es auf dem Dorf einfach naheliegend und vernünftig gewesen wäre, die Ortsbürgermeisterin sofort darauf aufmerksam zu machen, damit sie die Papiere entfernt, schwingt man (frau) sofort die „große Keule“, informiert die Presse und beschwert sich bei der Kommunalaufsicht. Und ein Herr Hausbei setzt noch einen drauf und spricht Elke Demele „auch jedes Ge¬spür für die neutrale Amtsführung als Bürgermeisterin“ ab. All dies lässt nur einen Schluss zu: Es geht Beschwerdeführern und dem Leserbriefschreiber überhaupt nicht um die Sache, sondern nur darum, zu versuchen, einer erfolgreichen und belebten Ortsbürgermeisterin irgendwie etwas „am Zeug zu flicken“. Eine Methode, die man auch in anderen Gemeinden der Verbandsgemeinde Langenlonsheim versucht. Doch die überwiegende Mehrheit der Bürger wird dies durchschauen und es so kommentieren, wie es ist: Lächerlich!