Zu Dickes’ Kandidatur

07/2016

Nun hat die Kandidatenjagd ein Ende. Bettina Dickes tritt an, beruflich mittlerweile abgesichert bei der Adenauer-Stiftung, falls es nicht für den Landrats-Sessel reicht. Die Christdemokratin wird um das schwere Gepäck wissen, das sie bis zur Wahl im März zu schleppen hat: Als Chefin der Kreistagskoalition die Ablösung des sozialdemokratischen Beigeordneten Hans-Dirk Nies versemmelt, als Opfer der CDU-Landespolitik aus dem Landtag geflogen und deutlich hinter Markus Lüttger sicher nicht der Wunschkandidat ihrer Parteifreunde. Siegertypen sehen anders aus. Die Zeit soll nun bis Frühjahr alle Wunden heilen. Dickes muss also so leidenschaftlich wie vor der Landtagswahl ihr Ränzlein schnüren, tapfer Kilometer machen im Landkreis und die Menschen überzeugen, dass sie die bessere Wahl ist. Gegen die herrschende Stimmung. Denn derzeit sieht es danach aus, als bliebe für die CDU – und das hatte Nies ja schon angeboten – nur der zweite Platz im Kreisvorstand. Wenn schon nicht erste Wahl, dann die bessere.
Kommentar aus der Tageszeitung