Glück für Malu Dreyer

07/2016

Dass CDU-Oppositionsführerin Julia Klöckner mit ihrem Misstrauensantrag gegen SPD-Ministerpräsidentin Malu Dreyer krachend gescheitert ist, war keine Überraschung. Kein Zeichen deutete darauf hin, dass die Ampelkoalition von Rheinland-Pfalz derzeit wackelt. Dass Klöckner zu diesem frühen Zeitpunkt gleich das schärfste Instrument der Opposition ausgepackt hat, zeugt von mangelndem politischen Instinkt und blindem Aktionismus. Die CDU-Bundesvize hat ihre Fraktion für ihren persönlichen Rachefeldzug ausgenutzt. Sie hat sich selbst geschadet, nicht ihrer Kontrahentin. Geschicktes politisches Handeln sieht anders aus. Glück für Malu Dreyer und ihr Kabinett. Mit so einer Opposition lassen sich Krisen wie diese sogar ohne große Blessuren überleben.
Aus der Frankfurter Rundschau