Knochenhart

09/2016

Zehn Prozent der Genossen aus dem Landkreis pilgern mitten in der Woche nach Langenlons-heim, und fast alle heben Hans-Dirk Nies auf den Schild. Der Kandidat kann also die erste Etappe auf dem Weg an die Spitze der Kreisverwaltung zufrieden abhaken. Nun wartet die Ochsentour, der Wahlkampf. Die SPD wird nicht den Fehler der letzten Landrats- oder auch der Bundestagswahl machen und bräsig die Beine hochlegen im Glauben, der Landkreis sei am Wahltag ein roter Selbstbedienungsladen. Die Zeiten, da die Leute an Nahe und Hunsrück selbstverständlich Sozialdemokraten in hohe Ämter hievten, sind – auch Folge der Schwäche der Kreis-SPD – längst vorbei. Nies sollte auch seine ärgste Rivalin nicht unterschätzen: Christdemokratin Bettina Dickes weiß von der Landtagswahl her genau, wie knochenharter Stimmenfang geht. Die beiden Kandidaten werden nun tapfer Wein-, Feuerwehr- und andere Feste abklappern, und die Menschen wird’s freuen. Oder auch nicht ... Die SPD wird nicht noch mal die Beine hochlegen
Aus der Zeitung