Dreyer will Jugendliche für Demokratie gewinnen

11/2016

Auslandsreisen, Empfänge, Termine in Hülle und Fülle: Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) amtiert ab 1. November für ein Jahr als Bundesratspräsidentin, protokollarisch das vierthöchste Amt im Staate. Die Sozialdemokratin ist damit die Vertreterin des Bundespräsidenten. Doch eines ist Dreyer ganz wichtig: Ihre Arbeit in Rheinland-Pfalz soll unter der neuen Aufgabe keinesfalls leiden. Ganz im Gegenteil: „Dem Land wird nichts genommen, sondern etwas Zusätzliches gegeben“, meinte Dreyer in der Staatskanzlei. Ein Beispiel ist der Tag der Deutschen Einheit, der am 2. und 3. Oktober 600 000 Menschen nach Mainz locken soll. Oder: Bei einem Treffen mit dem französischen Außenminister Jean-Marc Ayrault Anfang November will Dreyer den französischen Pannenreaktor Cattenom zum Thema des Gesprächs machen. Rheinland-Pfalz fordert dessen Abschaltung. Vor allem aber möchte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin junge Menschen für die Demokratie gewinnen, vielleicht sogar begeistern. „Demokratie ergibt sich nicht von selbst, man muss auch einen Beitrag leisten, damit es funktioniert“, meinte sie.
Aus dem Öffentlichen Anzeiger