Freude über die Treppe

11/2016

Der vergangene Samstag war für viele Windesheimer ein besonderer Tag der Freude: Nach genau 855 Tagen wurde die am 17. Juli 2014 eingestürzte, unter Denkmalschutz stehende historische Kirchtreppe, die das Oberdorf mit dem Unterdorf verbindet, nach ihrem Wiederaufbau offiziell freigegeben. Im Mai 2016 hatten die Bauarbeiten begonnen, Kosten des Projekts: rund 300 000 Euro. Zahlreiche große und kleine Bürger sowie Vertreter der Unternehmen waren bei der Freigabe dabei. Ortsbürgermeisterin Claudia Kuntze zeigte sich darüber sehr erfreut. Ihr besonderer Gruß galt all denen, die am Wiederaufbau der Kirchtreppe beteiligt waren. „Für Windesheim ist heute ein großer und wichtiger Tag, denn die Treppe ist neu aufgebaut, gut begründet und abgestützt“, sagte Kuntze. „Sie ist ein Wahrzeichen für unser Dorf. Erst als sie eingestürzt war, merkten wir, wie wichtig die Treppe für uns alle ist“. Die Ortsbürgermeisterin verwies darauf, dass man nicht genau weiß, wer das Bauwerk, das in dieser Art weit und breit nicht zu finden ist, errichtet hat. „Unsere Vorfahren haben Mut bewiesen, als sie sich entschlossen, diese Treppe zu bauen“, betonte Kuntze und unterstrich: „Die Maßnahme hat sich gelohnt. Die Treppe wurde wieder so aufgebaut, wie sie war. Einige zerbrochene Stufen mussten erneuert werden, ebenso kleinere Teile des Originalgeländers.“ Letztlich hob Kuntze auch noch die gute Zusammenarbeit zwischen dem ausführenden Unternehmen und der Gemeinde hervor. Ehe unter Beifall die Freigabe erfolgte, dankte Beigeordneter Joachim Frank der Ortsbürgermeisterin mit Blumen, „weil die Zeit der Baumaßnahme nicht spurlos an dir vorüberging“. Danach wurde auf dem Rathausplatz mit Speisen und Getränken, angeboten von s’Herrmännche hilft und dem Pfadfinderstamm Shalom, gefeiert.
Aus dem Öffentlichen Anzeiger