Fusionsbedarf besteht

03/2017

Dass die VG Stromberg definitiv einen Gebietsänderungsbedarf hat und aufgrund einer zu geringen Bevölkerung keine ausreichende Wettbewerbsfähigkeit aufweist, unterstreicht eine neue Stellungnahme aus dem Landesministerium, die den Ratsmitgliedern vorgelegt wurde. Nach „guten Gesprächen mit der VG Rheinböllen“ sei hingegen nach einem Austausch mit Amtsträgern der VG Langenlonsheim nochmals deutlich geworden, dass es hier keine Eins-zu-eins-Fusion geben könne, informierte Denker. Der 2010 auf Antrag der CDU gefasste Beschluss, die Selbstständigkeit der VG zu erhalten, entziehe der Bürgermeisterin für Fusionsgespräche jede Handlungsgrundlage, meinte Nicole Reißert (SPD) und appellierte an die CDU, ihre Haltung zu ändern und stattdessen die Bürgermeisterin rückhaltlos zu unterstützen. Um mit möglichen Partnern das beste Ergebnis für die VG Stromberg zu erzielen, benötige Denker die Legitimation des Rats, bekräftigte Marlis Klauer, die für die WGS/WGP-Fraktion forderte, Möglichkeiten einer freiwilligen Fusion auszuloten. Reißert appellierte, „auf Schlammschachten zu verzichten“. CDU-Fraktionssprecher Benjamin Hilger signalisierte Entgegenkommen, wollte aber dem Ansinnen nur zustimmen, wenn die Verbandsgemeinde Rüdesheim als Fusionspartner von vorneherein ausgeschlossen werde. Dem wollten jedoch die beiden anderen Fraktionen nicht folgen, sodass der Antrag auf rückhaltlose Unterstützung der Bürgermeisterin nur mehrheitlich beschlossen werden konnte.
Aus der Lokalzeitung