Affäre Wendt: SPD sieht Schuld bei CDU

03/2017

In der Affäre um den Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, ist die NRW-Landesregierung in die Gegenoffensive gegangen. Es bestehe der Eindruck, dass es mündliche Absprachen während der Amtszeit der Regierung unter Jürgen Rüttgers (CDU/2005–2010) und NRW-Innenminister Ingo Wolf (FDP) gegeben habe, sagte Innenstaatssekretär Bernhard Nebe im Innenausschuss des Düsseldorfer Landtags. Man habe Wendts Personalakte ausgewertet. Während dessen Zeit im Duisburger Polizeipräsidium habe es Konflikte über das Ausmaß seines gewerkschaftlichen Engagements gegeben, sagte Nebe. Mit seinem Wechsel 2006 von Duisburg nach Mönchengladbach habe er dann offenbar keinen Polizeidienst mehr leisten müssen. Der dortige Polizeipräsident habe ebenfalls der CDU nahegestanden, hieß es.