Bei ihm sind Frauen an der Spitze angekommen“

03/2017

Als äußerst ärgerlich empfindet die Personalratsvorsitzende der Kreisverwaltung, Lilli Lenz, die Äußerungen des stellvertretenden CDU-Kreisvorsitzenden Michael Cyfka über den SPD-Landratskandidaten Hans-Dirk Nies. Christdemokrat Cyfka hatte behauptet, der SPD-Kandi-dat Nies scheine ein Problem mit Frauen in Führungspositionen zu haben. Dazu Lenz: „Cyfka hat mit mir nie darüber gesprochen.“ Fakt sei jedoch, dass es in den vier Ämtern, für die Nies in der Kreisverwaltung als Erster Beigeordneter zuständig sei, eine Amtsleiterin und drei stell-vertretende Amtsleiterinnen gebe. Im Übrigen seien von den 578 Mitarbeitern der Kreisverwaltung 348 Frauen, also 60,2 Prozent. Die Personalratsvorsitzende bescheinigte dem Beige-ordneten Nies: „Bei ihm sind die Frauen an der Spitze angekommen.“ Völlig daneben empfindet die Personalratsvorsitzende auch Cyfkas Behauptung, Nies versage beim Thema menschliche und gesellschaftliche Kompetenz. Seit fast zehn Jahren sei sie nun im Amt und könne sa-gen: „Aus der Sicht des Personalrats ist Nies eine kompetente, menschliche Führungskraft. Er hat Einfühlungsvermögen auch in schwierigen Personalangelegenheiten bewiesen und scheut sich nicht, sachliche Entscheidungen zu treffen. Das macht er mit Augenmaß, und auf seine Zusagen kann man sich verlassen.“ CDU-Landratskandidatin Bettina Dickes, von der AZ auf die Behauptungen Cyfkas angesprochen, erklärte dazu, sie habe von Cyfkas Erklärung vorab gar nichts gewusst, das sei mit ihr nicht abgestimmt und sie könne dazu auch nichts sagen. Personalratschefin Lenz wünscht sich „einen fairen Wahlkampf und keine Schlammschlacht“. Sie finde es nämlich auch nicht gut, wenn Nies seiner Gegenkandidatin pauschal die Befähi-gung zum Landratsamt abspreche: „Die Auseinandersetzung muss sachlich bleiben.“ Das Per-sonal müsse schließlich mit jedem gewählten Landrat zusammenarbeiten können: „Und wer das wird, das entscheidet nun einmal der Wähler.“