Peter Stolz ist neuer AfA-Vorsiteznder

05/2017

„Ich will erreichen, dass die Arbeitnehmer wieder mehr Einfluss in der SPD bekommen und die Gewerkschaften einen politischen Ansprechpartner haben, wenn es um die Rechte der Arbeitnehmer geht.“ Peter Stolz (44) hat sich ein großes Ziel vorgenommen. Seit einem halben Jahr ist er Vorsitzender der „Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA)“ in der SPD des Kreises Bad Kreuznach. Stolz arbeitet als Lagerist bei der Firma Meffert in Bad Kreuz-nach und macht einen zurückhaltenden und bedächtigen Eindruck. Doch dass er Durchsetzungsvermögen besitzt, hat er spätestens bewiesen, als er in seinem Unternehmen gegen den Willen des Chefs einen Betriebsrat durchsetzte. Stolz ließ sich weder einschüchtern noch kaufen: „Einen Auflösungsvertrag habe ich damals abgelehnt und auch auf eine Abfindung ver-zichtet, die anderen Betriebsratskandidaten angeboten wurde.“ Simon kommentiert das mit dem Satz: „Ich finde es bewundernswert, dass Stolz solch ein Rückgrat gezeigt hat.“ Stolz will sich dafür einsetzen, dass in allen Betrieben im Kreis die gesetzlich vorgeschriebenen Betriebsräte auch tatsächlich gewählt werden. Zudem müssten sich die Unternehmen an die Tarifverträge ihrer Branchen halten. Noch gebe es zu viele Firmen, die ihre Mitarbeiter nicht nach Tarifvertrag bezahlen. Stolz hat sich weiter einiges vorgenommen für seine Arbeit: „Bisher war die SPD im Kreis nicht so nah dran an den Gewerkschaften. Der DGB ist natürlich parteipolitisch unabhängig, aber genauso klar ist auch die Bindung der SPD an die Arbeitnehmerschaft.“ Die AfA sei ja die größte Arbeitsgemeinschaft innerhalb der SPD und ihr Einfluss könne durchaus etwas stärker werden.