Weingarten zur Lehrerdiskussion

08/2017

Die CDU-Landtagsabgeordnete Julia Klöckner hatte den SPD-Bundestagsabgeordneten Joe Weingarten kritisiert, weil der sich wie sie gegen Zeitverträge bei Lehrern ausgesprochen, aber als Teil der Landesregierung nichts dagegen unternommen habe. Weingarten findet es nun „erstaunlich, wie aufgeregt Julia Klöckner reagiert, wenn die üblichen parteipolitischen Fronten einmal nicht stimmen“. Anstatt sich zu freuen, dass er ihrer Forderung nach Verzicht auf die Kündigung von Vertretungslehrern in den Sommerferien zustimme, „verfällt sie sofort in parteipolitische Schnappatmung“, bedauert der Sozialdemokrat. Dass er eigene Positionen vertrete, auch wenn sie mal nicht auf der üblichen SPD-Linie sind, sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit für einen Bundestagskandidaten sein, findet Weingarten: „Das, was ich für richtig oder falsch halte, sage ich, egal, ob es parteipolitisch immer erwünscht ist, oder nicht.“ Für Weingarten ist es „absurd, dass Frau Klöckner mir vorwirft, als Angestellter des Landes die Landesregierung auch mal zu kritisieren“. Die rund 100 000 Beschäftigten des Landes hätten alle ihre eigene Meinung. Klöckner dagegen, vermutet Weingarten, „hätte als Ministerpräsidentin da wohl Kadavergehorsam eingefordert. Gut, dass uns das erspart bleibt“. Rückwärts gerichtete Diskussionen, wer sich wann wofür in Zusammenhang mit den befristet Beschäftigten eingesetzt hat, „bringen uns nicht weiter“, betont Weingarten, „das ist eitle Rechthaberei“. Er bietet Klöckner stattdessen an, gemeinsam gegen sachlich unnötige Befristungen von Beschäftigten zu kämpfen: „Ich bin da sofort dabei!“