Was Vernünftiges

08/2017

Auch der Langenlonsheimer Verbandsbürger Cyfka griff sich als stellvertretender CDU-Kreisvorsitzender den SPD-Bundestagskandidaten Joe Weingarten wegen dessen Position bei der Anstellung von Zeitverträgen bei Vertretungslehrern im Land an. Dazu folgender Leserbrief in der Zeitung: Oh ja, Herr Cyfka, da haben sie mal etwas wirklich Vernünftiges gesagt: Es wird Zeit, dass endlich Taten folgen - aber an ganz anderer als der von ihnen angedachten Stelle. Finanzpolitik, Rentenpolitik, Pflege, Krankenversicherung, Steuern, Beschäftigungspolitik, Bildungspolitik. Zwölf Jahre schon warten wir darauf, dass ihre Parteifreundin, die Pfarrerstochter aus der Uckermark, endlich die Initiative ergreift, um in diesen Bereichen große und notwendige Veränderungen herbeizuführen. Aber nicht nur das politische Kabarett hat längst gemerkt, dass Frau Merkel lieber mit den großen Wölfen der Weltpolitik heult, statt sich in die Niederungen der Innenpolitik zu begeben. Existenzsichernde Löhne, die heute durch alle denkbaren, auch staatlich legitimierten Tricksereien umgangen werden, Verhinderung der Altersarmut, die durch die Niedriglohnpolitik der letzten Jahrzehnte zwangsläufig kommen wird, der Pflegenotstand, den wir schon längst hätten, gäbe es nicht die unzähligen Pflegerinnen aus Osteuropa, eine gerechtere Steuerpolitik, die auch den Kommunen wieder finanzielle Spielräume schaffen würde - es gäbe so vieles anzuführen, was in den letzten zwölf Jahren hätte passieren müssen, aber nicht geschehen ist. Darüber zu diskutieren, Frau Klöckner und Herr Cyfka, würde sich doch wirklich viel mehr lohnen. Und was die Behandlung der jungen Lehrern mit Zeitverträgen angeht - diese Diskussion wird schon lange in der SPD geführt und bedarf nicht des Anschubs durch einen provinziellen Verbandsbürgermeister.
Leserbrief aus der Zeitung