Affront

10/2017

Es ist ein Angriff in drei Richtungen. Drei Mitglieder der CDU-Fraktion des Verbandsgemeinderates Stromberg stellen einen Antrag. Ziel: Die Fusionsgespräche mit der VG Langenlonsheim beenden bis zur angedachten Kreisreform. Begründung: Eine Resolution des Kreistages, die genau das fordert. Natürlich ist das ein Angriff auf das Land Rheinland-Pfalz sowie auf die Politik von Bürgermeisterin Anke Denker, die bei der Fusion auf Kooperation denn Konfrontation setzt. Der Alleingang des christdemokratischen Trios ist aber auch ein Angriff auf die eigene Fraktion und deren Sprecher Benjamin Hilger, an denen vorbei das Schreiben an die VG-Verwaltung ging. Statt Geschlossenheit zu zeigen, sieht es so aus, als ob das Dreiergespann ohne Rücksprache vorprescht, seine Fraktionsfreunde ein Stück weit mit dem Antrag überrumpelt. Der Vorstoß hat vielmehr etwas von einem verzweifelten Aufbäumen in einer Schlacht, die bereits als verloren gilt. Besser wäre es, wenn sich die Hardliner in der Stromberger CDU endlich damit abfinden würden, dass die Fusion kommen wird – und anfangen, konstruktiv daran zu arbeiten, statt Nebenkriegsschauplätze aufzumachen. Der Antrag geht auch gegen die eigene Fraktion.

Kommentar aus der Allgemeinen Zeitung