Moderne SPD

10/2017

Die SPD in Rheinland-Pfalz möchte eine „vernetzte Partei“ werden. Dabei soll die Basis stär-ker einbezogen werden, um die Gremienarbeit digitaler zu gestalten, engere Kontakte mit den Sozialverbänden zu knüpfen und in einer Parteischule den eigenen Nachwuchs zu fördern. Möglichst noch in diesem Jahr wollen die Sozialdemokraten in Ludwigshafen ein Quartierbüro einrichten. In der Ernst-Reuter-Siedlung im Stadtteil Gartenstadt, einer AfD-Hochburg bei der Landtagswahl, soll dieses „deutschlandweite Pilotprojekt“ gestartet werden. Dort solle sich, so Stich, die SPD als „Kümmerer“ präsentieren und Vertrauen gewinnen: „Wo die Menschen sich abgehängt fühlen, wollen wir wieder stärker aktiv werden.“ Die „Funktionäre der AfD“ sehe man als „Gegner“, die Wähler wolle man jedoch nicht aufgeben. Das Projekt werde von der Bundespartei jährlich in „niedriger sechsstelliger“ Höhe bezuschusst. Als eine Art „permanenter Parteitag“ sollen Internet-Konferenzen dienen. Damit sollen die Funktionärskreise wieder stärker ihr Ohr an der Basis haben. Über das Internet will die SPD neue Mitglieder gewinnen und die parteiinterne Vernetzung verbessern. Zudem sind, beginnend kommendes Jahr mit der AWO, so genannte „Anpack-Partnerschaften“ geplant. Los gehen soll es mit einer „Ehrenamtsbörse“, Kooperationen mit anderen Sozialverbänden und Nichtregierungsorganisationen seien geplant.