SPD zuversichtlich

11/2017

Trotz verlorener Wahlen ist die SPD im Kreis Bad Kreuznach zuversichtlich und weit von ei-ner Depression entfernt. Nur, weil die SPD in der Verbandsgemeinde Rüdesheim nachvoll-ziehbar begründet entschieden habe, ohne eigenen Bürgermeisterkandidaten anzutreten, und in einer anderen Verbandsgemeinde sich für die SPD ein hoch qualifizierter Kandidat ohne SPD-Parteibuch bewerbe, geht es der SPD noch lange nicht schlecht. „Dass wir auch attraktiv sind für Menschen ohne Parteibuch, die uns aber inhaltlich nahe stehen, ist nicht Ausdruck von Schwäche, sondern von Stärke“, heißt es bei den Sozialdemokraten mit Blick auf ihren Kandidaten für den Posten des Bürgermeisters in der Verbandsgemeinde Bad Kreuznach, Marc Ullrich, der kein SPD-Mitglied ist. Zwar habe die SPD, was die Wahlergebnisse im Landkreis betreffe, schon bessere Zeiten erlebt. Allerdings sei der Kreisvorstand mit dem vor wenigen Wochen neu gewählten Vorsitzenden Denis Alt an der Spitze hoch motiviert und fest entschlossen, die Partei wieder nach vorne zu bringen und zu erneuern. „Das ist ein ganz zentraler Schwerpunkt unserer politischen Arbeit“, betont der stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende Michael Simon mit Blick auf die Kommunalwahlen 2019 und die inhaltliche und personelle Aufstellung der SPD. Nach dem Bundestagswahlkampf, der viele Kräfte gebündelt habe, werde die SPD in den kommenden Monaten eine breite Diskussion in der Partei darüber führen, wie die Parteiarbeit verbessert werden könne. „Ganz zentral sind dabei Überlegungen, wie die SPD und ihre Gliederungen möglichst viele Menschen ansprechen können. Wir wollen selbstkritische ritualisierte Arbeitsweisen hinterfragen und notwendige Veränderungen im Sin-ne der Steigerung der Attraktivität der Partei durchsetzen.“ Grundsätzlich seien die Sozialdemokraten an einer gründlichen und basisdemokratischen Diskussion mit nachhaltigen Ergebnissen interessiert. „Hier müssen die wichtigen Erfahrungen unserer Gliederungen vor Ort unbedingt mit einbezogen werden. Für diesen Prozess braucht es eine gewisse Zeit, um die Diskussionsergebnisse in die konkrete politische Arbeit einfließen zu lassen. Es gibt schon gute Ideen, die wir zu gegebener Zeit auch mitteilen werden“, betont Michael Simon.