Gedenken an Wilhelm Dröscher

11/2017

Im Gedenken an den „guten Menschen von Kirn“ – Sozialdemokrat Wilhelm Dröscher, der vor 40 Jahren starb – haben sich am Samstag, 18. November, Familienmitglieder, Weggefährten und Bürger an Dröschers Grab auf dem Kirner Friedhof versammelt. Danach setzte sich der Vorstand der Wilhelm-Dröscher-Stiftung zusammen, um das künftige Engagement zu besprechen. Dazu gehört der traditionell
zum Abschluss des SPD-Parteitags (7. bis 9. Dezember in Berlin) zu überreichende Dröscher-Preis für lebendige SPD-Ortsvereine. Mit Parteivorsitzendem Martin Schulz wird das der älteste Sohn von „Lem“ Dröscher übernehmen: Peter Wilhelm Dröscher (71) setzt nach 20-jähriger Arbeit im Land die kommunalpolitische Kleinarbeit im Sinne seines Vaters fort. Er sieht die „Notwendigkeit mehr denn je in einer Zeit, in der die Gesellschaft auseinanderdriftet“. Flüchtlingsarbeit und viele soziale Probleme stünden im Brennpunkt. Viele fühlten sich ausgegrenzt, wählten AfD, obwohl sie keine Rechten seien, weiß Dröscher. Deshalb sei es wichtig, die Arbeit der Stiftung fortzuführen. Sie war am Todestag gegründet worden. 200 000 Mark kamen durch Einsparungen, die Ebert-Stiftung und durch Spenden zusammen.
Mit den Zinsen konnte man wirtschaften, doch heute bringt das wenig. So entschloss sich die Stiftung um die Dröscher-Brüder Peter Wilhelm und Michael Dröscher (Vorsitzender), das Geld aufzubrauchen, kleine Hilfen zu geben und das Kirner Büro bis zum 100. Geburtstag des Vaters 2020 zu finanzieren. An Wilhelm Dröscher wurde am 18. November auch im Willy- Brandt-Forum in Unkel gedacht – mit einer Podiumsdiskussion, an der Professor Michael Dröscher teilnahmen. Der Vorsitzende der Friedrich-Ebert-Stiftung, Kurt Beck, SPD-Generalsekretär Daniel Stich und Historiker Dr. Holger Martens saßen auf dem Podium.