Paradigmenwechsel in der Forstwirtschaft

11/2017

Ein Paradigmenwechsel in der Forstwirtschaft benötigt kommunale Solidarität. Ein Sägewerker aus Baden-Württemberg und ein privater Forstunternehmer sorgen für eine radikale Veränderung einer über Jahrzehnte bewährten Forstorganisation. Jetzt muss zumindest der Holzverkauf völlig neu organisiert werden und die neuen Organisationen so ausgestaltet werden, dass sie bei einem Urteil des BGH im Sinne des Kartellamts auch noch die Leistungen mit erbringen können, die dem vorgelagerten Bereich zugeordnet sind und bis zu einer entsprechenden Entscheidung derzeit noch von den staatlichen Forstämtern geleistet werden können. Das Land Rheinland-Pfalz muss auf diese Situation reagieren, weil wir alle (Kommunen, Private und Land), die jetzt gemeinsam Holz verkaufen, als Kartellanten betrachtet werden und deshalb schadensersatzpflichtig werden könnten. Deshalb hat das Land in Absprache mit dem privaten Waldbesitzerverband und dem GStB vorgeschlagen, ab dem 01.01.2019 sein Holz selbst zu vermarkten und die verbleibenden Holzmargen in sechs neu zu bildenden eigenständig agierenden kommunalen Holzverkaufsorganisationen zu verkaufen. Selbstverständlich wird niemand verpflichtet, sich daran zu beteiligen.