Fusion: Formulierung „Zusammenschluss“ ist besser

01/2018

Zwar ist es richtig, dass im Text des Gesetzes zur Kommunal- und Verwaltungsreform an mehreren Stellen der Begriff „Eingliederung“ genannt wird ( „Eingliederung einer Verbandsgemeinde in eine andere“). Der Verfasser ist allerdings der Auffassung, dass es nicht das Verhandlungsziel sein kann, die Ortsgemeinden der bisherigen Verbandsgemeinde Stromberg einfach in eine weiter unter dem Namen Langenlosheim bestehende Verbandsgemeinde zu überführen. Mit dieser Einschätzung wird auch keineswegs „das Geschäft der Verbandsgemeinde Stromberg betrieben“. Denn das wird nicht nur der Verbandsgemeinde Stromberg nicht gerecht, sondern schadet auch bei den Verhandlungen der Position der Verbandsgemeinde Langenlonsheim. So es ist für beide Verhandlungsparteien nicht zielführend und könnte die Verhandlungsatmosphäre beeinträchtigen, wenn man nicht auf gleicher Höhe gegenüber sitzt, sondern eine Seite von Anfang an den Eindruck haben muss, grundsätzlich geringer eingeschätzt zu werden. Zumal man seit Beginn der „Fusionsdebatte“ angesichts der Äußerungen einiger Kommunalpolitiker aus der Verbandsgemeinde Langenlonsheim durchaus diesen Eindruck haben könnte. Deshalb sollten von Anfang an auf einen „Zusammenschluss“, auch mit dem Ziel eines neuen Namens, hingearbeitet werden. Der Begriff „Verhandlungen auf gleicher Höhe“ wird im Übrigen auch im „Forderungskatalog“ der Stromberger CDU genannt.
Um gleich Unterstellungen und Missverständnissen zu entgegnen: “Gleiche Höhe“ bedeutet keineswegs, dass die Langenlonsheimer Delegation hier leichtfertig irgendwelche Positionen preisgibt. Auf jeden Fall muss versucht werden, die positive Situation, in der sich unsere Verbandsgemeinde Langenlonsheim vor allem finanziell befindet, gegenüber der Verhandlungspartnerin und auch verbunden mit Forderungen an das Land, so gut wie möglich aufrecht zu erhalten.

Hartmut Kuntze